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Akkordeon grenzenlos Konzert am 17.04.2009

"Syntakks" kennt zum Auftakt keine Grenzen

Das Akkordeon kennt keine Grenzen, weder geographisch noch musikalisch. Das hat zum Auftakt der Konzertreihe „Akkordeon grenzenlos“ am Donnerstagabend das Duo Syntakks im Kesselhaus bewiesen. Riesenapplaus gab es auch für Gastmusikerin Monja Heuler.

 
Trossingen (fawa)
Bei einer Absolventenverabschiedung im Hohner-Konservatorium waren Mario Nortmann (Akkordeon) und Christian Möller (Keyboard) aufgetreten und hatten Leiter Erik Hörenberg so beeindruckt, dass er sie nun eingeladen hat, "Akkordeon grenzenlos" zu eröffnen. In der Tat eine gute Wahl, zeigten die beiden doch auf sehr unterhaltsame Weise die Möglichkeiten moderner Akkordeonmusik zwischen Jazz und Film-Schlager.

 

 
Möller fährt eine ganze Batterie Keyboards vom Elektropiano bis zum Synthesizer auf. Keyboard und Synthesizer treffen aufs Akkordeon: "Synt-akks". Mal ist Möller klassischer "Begleiter" des Akkordeons, mal schafft er dichte Klangatmosphären, die den Klang der Harmonika umhüllen und ihm ein ganz eigenes Ambiente erschaffen. Tonmeister Reinhard Schnell stellt im Hintergrund die richtige Abmischung zusammen. Was das Duo jetzt noch braucht, so Möller, ist ein "ambitionierter und verrückter Schlagzeuger". So können sie von den manchmal etwas groben und lauten Keyboard-Beats weg kommen.

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Nicht nur atemberaubende Virtuosität, sondern auch die leisen Töne beherrschen Syntakks, etwa in "Somewhere Over the Rainbow" oder einem Stück aus "Matrix". Dabei kennt Syntakks in der Tat keine Grenzen: Sie lassen sich von Filmmusik ebenso inspirieren wie von brasilianischen Bands, die sie auf Youtube kennen gelernt haben. Was als das Thema von "Mission Impossible" anfängt, mündet in den "Libertango". Bachs d-moll Toccata mischt sich mit Musik von Nightwish (wobei die "barocken" Teile rockiger klingen als die modernen). Und selbst das musikalische Thema einer Videospiel-Vertonung ist vor den beiden nicht sicher und wird zum Duo-Stück. Dabei arrangieren die beiden nicht wahllos, was ihnen gefällt, sondern mit einem sicheren Gespür dafür, was auf dem Akkordeon gut klingt.
 
 
Geradezu Begeisterungsstürme erntete Gast Monja Heuler, in Trossingen vor allem als meisterhafte junge Mundharmonikaspielerin bekannt (Mundharmonika-"Stadtmeisterin" von 2003). Diesmal präsentierte sie sich als begabte Keyboard-Schülerin Möllers. Mit den schwungvoll und stilsicher dargebotenen karibischen Rhythmen von Jean-Michel Jarres "Calypso Nr. 1" sorgte sie für gute Laune.

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(Erschienen: 17.04.2009, Trossinger Zeitung)